Dreiländertour mit Wetterkapriolen

06. Juni 2019

Marienburger auf großer Reise

 

In diesem Jahr war es das 10. Mal, dass Heimleiterin Rita Gasper mit einer Gruppe von Bewohnern Urlaub im Allgäu in der Nähe des Bodensees machte. Heuer waren noch 2 externe Gäste dabei. Logiert wurde – wie in all den Jahren zuvor – in einem behindertengerechten, liebevoll eingerichteten Ferienhaus in Weiler, das von einer Anhöhe aus einen traumhaften Blick auf den Ort und die reizvolle Landschaft des Allgäus bietet. Das Seniorenmobil mit einer Rampe für 2 Rollstühle bewährte sich als große Hilfe für die Bewohner und das Betreuungspersonal. Die Hinreise verlief ohne Staus und mit vielen Erholungspausen so angenehm, dass sich alle gegen Abend noch fit fühlten für einen kleinen Ausflug zu einem Aussichtspunkt auf die Alpen. Ein eindrucksvoller Sonnenuntergang mit Panorama auf die verschneite Berglandschaft begeisterte die Urlauber. Frostige Temperaturen ließen erahnen, dass für die nächsten Tage warme Kleidung angesagt war. Wegen besserer Wetterprognosen für die Schweiz war am nächsten Tag der Rheinfall von Schaffhausen das Ziel – und  tatsächlich empfing das tosende Naturschauspiel die Reisegruppe mit strahlendem Sonnenschein. Die mächtigen Wassermassen des Rheins, die zu Tal stürzen, zogen alle in ihren Bann. Kaum in den Fahrzeugen angekommen, zogen heftige langandauernde Unwetter mit Wolkenbrüchen und Hagel übers Land, so dass das mittelalterliche Städtchen Stein am Rhein nur vom Auto aus besichtigt werden konnte. Als Entschädigung wurden alle mit einem leckeren Abendessen von Chefkoch Peter Gasper verwöhnt, der sich auch in den nächsten Tagen als kulinarischer Könner am Herd zeigte. Auch der Dauerregen am Sonntag konnte die gute Stimmung nicht trüben, zumal  mittags Tafelspitz mit frischem Spargel und ein Nachtisch mit Erdbeeren kredenzt wurde. Ein herzliches Willkommen galt einem Überraschungsgast. Bruno Klapperich, ein echter Kemmeje Jung, der seit über 60 Jahren in Weiler wohnt, freute sich, noch einmal  Kemmeje Tön zu hören, Heimatklänge, wie er es nannte. Erinnerungen wurden rege ausgetauscht, vor allem mit einer Klassenkameradin. Am Montag zeigte die ansonsten sonnenverwöhnte Insel Mainau den Besuchern die kalte Schulter. Raue Windböen, die vom Bodensee herüberstürmten, ließen die Bewohner in ihren Rollstühlen ihre Jacken und Decken fester um sich ziehen, konnten aber die Begeisterung über die prächtigen Blumenfelder nicht trüben. Die Überfahrt auf dem Fährschiff war nochmal ein besonderes Erlebnis. Dienstags ging es bei strahlendem Sonnenschein nach Österreich, wo die schöne Stadt Bregenz erkundet wurde. In der Fußgängerzone gab es reichlich Gelegenheit, etwas Schönes einzukaufen, wobei das Ehepaar Gasper seiner Rolle als Modeexperten und Shoppingberater gerecht wurde. Für Erfrischung und Stärkung gab es Pausen bei Kaffee und Eis. In Lindau begeisterte die Seepromenade mit atemberaubendem Blick auf den Bodensee und das Alpenpanorama. In der  historischen Altstadt mit ihren pittoresken alten Häusern gefielen vor allem die herrlichen Wandmalereien und die prunkvoll ausgestattete Barockkirche. Erschöpft, aber dankbar für all die schönen Erlebnissen und reichen Eindrücke, wurde die Heimreise angetreten, die wiederum staufrei – und damit ohne Stress  - verlief. Mit herzlichem Hallo wurden die Urlauber in der Marienburg begrüßt und gemäß dem Motto: wer einmal eine Reise tut, der hat was zu erzählen, gab es in den nächsten Tagen viel Gesprächsstoff.

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Adresse

Seniorenheim Marienburg Kempenich

Bahnhofstr. 5
56746 Kempenich
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